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Krank im Magen

Im Magen können diverse Erkrankungen auftreten, die sehr häufig durch eine beschädigte Magenschleimhaut entstehen. Erfahren Sie, wie Sie die entzündlichen Erkrankungen bei Ihrem Tier erkennen und ihnen ggf. vorbeugen können:

Magenschleimhautentzündung (Gastritis)

Eine Magenschleimhautentzündung kann akut oder chronisch sein. Hunde leiden häufiger an einer chronischen Form.
Die Magenschleimhautentzündung tritt oftmals gleichzeitig mit einer Entzündung der Magen- und Dünndarmschleimhaut (Gastroenteritis) auf. In den meisten Fällen beginnen die entzündlichen Veränderungen an der Dünndarmschleimhaut und steigen dann zum Magen auf.
So sieht es aus:
Die Magenschleimhaut ist entzündet, geschwollen und blutet leicht. Aufgrund von Bauchschmerzen fressen betroffene Hunde häufig vermehrt Gras. Bei akuter Gastritis kommt es zu wiederholtem Erbrechen – auch morgens auf leeren Magen. Erbrochen wird oft Schleim, der glasig, schaumig und manchmal gelblich aussieht. Das Tier hat wenig oder gar keinen Appetit. Schreitet die Krankheit fort und wird chronisch, kommt es zu einer deutlichen Gewichtsabnahme und das Allgemeinbefinden verschlechtert sich. In schweren Verlaufsformen kommt es zur Blutarmut, Veränderung der roten Blutkörperchen und zu Eiweißverlusten.
Das kann der Grund sein:
Eine Gastritis kann durch eine direkte Schädigung der Schleimhaut entstehen. Auslöser im Winter ist häufig Schneefressen der Hunde. Aber auch Medikamente können die Magenschleimhaut reizen und zu einer Entzündung führen. Aspirin, Paracetamol und Ibuprofen, die für das Tier nicht verträglich sind, bestimmte Antibiotika oder die Aufnahme von allergisierenden Stoffen wie Fremdeiweiße können schädlich sein. Vergiftungen durch Pflanzenmittel und aufgenommene Chemikalien führen ebenfalls zu einer Magenschleimhautentzündung. Weiterhin können Fremdkörper im Magen Schuld sein. Manchmal ist eine Gastritis auch die Folge einer Infektion der Magenschleimhaut mit Viren, Bakterien oder Pilzen.

Magengeschwür (Ulcus Ventriculi)

Bei einem Magengeschwür ist die Magenschleimhaut an einer Stelle beschädigt. Sie ist dann nicht mehr ausreichend gegen den sauren Magensaft geschützt, der die Beschädigungen noch verschlimmern kann.
Magengeschwüre kommen bei Hunden häufiger vor als bei Katzen.
Die Schädigungen der Magenschleimhaut können variieren – von flächiger Ausdehnung bis hin zu tiefreichenden Geschwüren. Die Magensäure verlangsamt bzw. verhindert die Heilung der Geschwüre. In dramatischen Fällen kann es zum Durchbruch eines Geschwüres durch die Magenwand kommen. Als Folge kann eine Bauchfellentzündung entstehen. Im schlimmsten Fall kommt es zum Tod des Tieres durch Blutverlust oder Schock.
So sieht es aus:
Je nach Ausdehnung der Geschwüre ist von leichten Magen-Darm-Problemen mit gelegentlichem Erbrechen bis hin zum Kollaps alles möglich. Meistens erbricht sich das Tier nach der Nahrungsaufnahme, es kann auch geronnenes Blut dabei sein. Manchmal ist Bluterbrechen auf nüchternen Magen zu beobachten. Da Hunde und Katzen in der Hungerphase keine Magensäure produzieren, wird das Blut auch nicht abgebaut. Der Kot kann durch verdautes Blut schwarz aussehen. Gleichzeitig hat das Tier ein schlechteres Allgemeinbefinden, wechselnden Appetit und nimmt ab. In fortschreitenden Fällen entwickelt sich wegen blutender Geschwüre eine Blutarmut und im Blutbild zeigt sich eine Erhöhung der weißen Blutkörperchen. Bei tiefen Geschwüren sind mitunter Schmerzen zu beobachten, die auch durch Abtasten des Bauches ausgelöst werden können.
Das kann der Grund sein:
Die Ursachen für Magengeschwüre sind sehr vielfältig. Dazu können u.a. Medikamente wie Schmerzmittel oder Cortison, Fremdkörper im Magen wie Haarballen, Lebererkrankungen, Stress, falsche Haltung bzw. Fütterung, Verdauungsstörungen oder Allergien zählen.

Weiterführende Links:

- Mundhygiene und Zahnerkrankungen

- Krank im Maul

- Krank in der Speiseröhre