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11. Dezember

Silvester-Stress bei Hund und Katze

 

Während es draußen knallt und viele mit großem Feuerwerk freudig das neue Jahr begrüßen, sieht es in den Wohnungen und Häusern häufig anders aus: Für zahlreiche Tiere bedeuten Lärm und Lichteffekte enormen Stress und große Angst. Hunde neigen dazu davonzulaufen während sich Katzen an unerreichbaren Stellen verkriechen. Damit auch Vierbeiner mit mehr Ruhe und Gelassenheit das neue Jahr beginnen, haben Tierhalter verschiedene Möglichkeiten, der Angst um Raketen, Böller und Wunderkerzen entgegenzuwirken. Findet heraus, was Eurem Tier hilft!

Vorbereitet sein

Grundsätzlich gibt es im Voraus und am Silvestertag selbst einige Vorkehrungen, die Ihr als Herrchen oder Frauchen ohne viel Aufwand treffen könnt: Unternehmt mit zu Panik neigenden Hunden nicht zu spät am Tag Spaziergänge. Achtet darauf, die Leine kurz zu halten und das Halsband eng genug zu schnallen, damit Eurem Hund keine Möglichkeit zur Flucht bleibt. Lasst Katzen, die als Freigänger unterwegs sind, frühzeitig nicht mehr nach draußen.

Wohlfühlatmosphäre schaffen

Baut für Euer Tier Höhlen mit großen Kartons oder Decken, in denen es Zuflucht suchen kann. Fenster und Rollläden sollten gut verschlossen sein. Musik oder Fernsehen können Knallgeräusche in den Hintergrund rücken lassen. Versucht möglichst auch, Euer Tier über das Jahr an laute Geräusche zu gewöhnen. Hierfür gibt es CDs und sogar Apps mit Silvesterkrach und anderen seltenen Geräuschen.

Für Ablenkung sorgen

Manche Hunde lenken sich gut über Futter ab: Haltet das Fressen daher über den Tag knapp und gebt zusätzliche Leckerlis, wenn der Krach losgeht. Leckerli-Spiele können bei manchen für Ablenkung sorgen.

Vorbild sein

Denkt immer daran: Euer Tier orientiert sich in seinem Verhalten an Euch. Behaltet also selbst Ruhe und vermittelt Sicherheit. Jedes Tier ist anders – gebt Eurem Tier die Zuwendung, die es braucht, aber achtet darauf, es nicht in seiner Angst zu bestärken.

Lasst Eure Tiere keinesfalls allein zu Hause und organisiert alternativ einen Hunde- oder Katzensitter.

Zusätzlich: Beruhigende Mittel

Es gibt eine Vielzahl an Mitteln, die vor und während dem Jahreswechsel helfen, das Tier vorzubereiten und zu beruhigen. Bitte sprecht Euren Tierarzt darauf an, denn jedes Tier reagiert individuell.

Verbreitet sind phytotherapeutische Mittel, die unter anderem Melisse, Johanniskraut, Baldrian, Passionsblume oder Rauschpfeffer enthalten. Bachblüten - z. B. Mimilus (Nr. 20) oder spezielle Bachblüten-Mischungen für Tiere - können gegen Angst schon am Tag vorher verabreicht werden.

Alternativ stehen noch Ergänzungsfuttermittel zur Verfügung, die spezielle Peptide enthalten (alpha S 1 trypinisiertes Casein) und sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken. Auch Beruhigungsphermone gibt es für Hund und Katze als Spray, Zerstäuber oder Halsband.

Wenn alle Mittel und Maßnahmen nicht helfen, gibt es auch verschreibungspflichtige Medikamente, für die Euer Tier vorab allerdings gründlich von einem Tierarzt untersucht werden muss.

Langfristig trainieren

Alles Ablenken und alle Medikamente lindern jedoch nur kurzfristig die Symptome. Daher ist es ratsam, an der Angst zu arbeiten. Hierfür kann sich das Training bei einem erfahrenen Hundetrainer eignen.

Wir wünschen Euch und Eurem vierbeinigen Liebling alles Gute!