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1. Dezember

Hermine und Herbert, zwei flinke Freunde

 

Durch den Tunnel, raus ins Licht, über den Blätterhaufen hinweg – huch, da ist ja Wasser! Schnell weiter, kurz noch „Herbert“ ärgern und schwupps, bin ich wieder in meinem Versteck.

Was ein Spaß! Hier wird es nie langweilig, denn wir haben jede Menge Platz zum Spielen. Aber jetzt, gähn, bin ich echt müde. Zeit für ein Schläfchen im gemütlichen Heuhaufen… Hoffentlich lässt „Herbert“ mich in Ruhe. Aber eigentlich ist es schön, ihn da zu haben. Er ist wie ein großer Bruder. Als ich noch ziemlich klein war, kam er auch hierher zur Wildtierhilfe Schelderwald. Ihm ging es gar nicht gut, er war noch leichter als ich. Und noch scheuer. Aber ich habe mir gesagt, „Hermine, Du kümmerst Dich um ihn“. Und so habe ich ihm während seiner ersten Tage alles Wichtige gezeigt.

An meine erste Zeit hier kann ich mich leider kaum noch erinnern. Als ich herkam, waren meine Augen noch geschlossen. Da muss ich zwei Wochen alt gewesen sein. Und nur 30 Gramm schwer. Ich weiß auch nicht mehr, was passiert ist: Ich kann mich nur noch an warme Hände erinnern, die mich gefüttert haben, und an eine Box mit weichen Fleecetüchern und einem warmen Kissen. Da habe ich die ersten Wochen verbracht – immer gut versteckt. Nach und nach wurde mein Zuhause größer und dann zog „Herbert“ ein.

aller Bilder: © Werner Schmäing

Soweit ich die Menschen richtig verstanden habe, dürfen wir bald in den großen Wald umziehen. Ich bin schon ganz aufgeregt! Denn das bedeutet: noch mehr Platz zum Spielen und… „Hey, Herbert! Na warte, gleich hab ich Dich!“